Nachbericht zur Kundgebung am 7.3.14

Am 7.3.14 fand am Weißenburger Marktplatz eine Kundgebung anlässlich des Internationalen Frauenkampftages am 8.3.14 unter dem Motto „Dem sexistischen Alltag entgegentreten“ statt.
Die Veranstaltung startete kurz nach 16 Uhr. Während der Kundgebung, sowie in den Tagen zuvor wurden um die 400 Flyer verteilt.
Nachdem sich ca. 25 Personen versammelt hatten, begannen die Redebeiträge. In ihnen wurden u.a. patriarchale Strukturen in Beruf und Privatleben thematisiert. Frauen verdienen noch immer weniger als Männer für die selbe Arbeit, sind wesentlich häufiger prekär beschäftigt und verrichten den größten Teil der unbezahlten Arbeit zu Hause. Des weiteren wurde deutlich gemacht, dass feministische Kämpfe und Bewegungen auch in der heutigen Zeit immer noch notwendig sind, um die Rollenbilder, Schönheitsideale etc. zu überwinden, um die sexuelle Selbstbestimmung zu erreichen.
Leider kam es am Rande der Kundgebung auch zu Störungen von Neonazis. Schon vor der Veranstaltung schrieb Martin B. in der Facebook Veranstaltung diffamierende und beleidigende Kommentare, die jedoch umgehend entfernt wurden. Bereits am Anfang der Kundgebung tauchten die beiden stadtbekannten Neonazis, Danny B. und Martin B. auf dem Marktplatz auf. Während den Reden störten sie durch Zwischenrufe und unangebrachten Kommentaren. Anwesende Personen wurden abfotografiert und verbal angegangen. Die Polizei folgte der Bitte der Veranstalter_Innen, die beiden von der Kundgebung zu verweisen, nicht. Sie beobachtete ausschließlich das Geschehen und warteten scheinbar bis es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommen würde.
Am frühen Abend dieses Tages erwarteten Weißenburger Polizisten abreisende Kundgebungsteilnehmer_innen am Bahnhof, um diese zu kontrollieren. Während die Neonazis, die massiv Menschen während der Kundgebung bedrängt haben, unbehelligt blieben.

Trotz der Störungen durch die Nazis und das ausbleibende Eingreifen der Polizei, war es für uns ein schöner und erfolgreicher Tag. Wir hoffen auf ein weiters kämpferisches Jahr, in dem die Inhalte des Frauenkampftages praktisch und täglich die bestehenden Verhältnisse kritisiert werden.

Love Unicorns!

Hate Sexism!