Kundgebung in Gedenken an das Pogrom 1934 in Gunzenhausen

Am Samstag den 22.03.2014 ab 10:30 Uhr versammelten sich 10 Antifaschist_innen vor der Sparkasse auf dem Gunzenhausener Marktplatz, um anlässlich des 80. Jahrestags des reichsweit ersten Pogroms gegen den jüdischen Teil der Stadtbevölkerung, zu gedenken.

Im Laufe der Kundgebung wurden Flyer verteilt, auf welchen der Ablauf des Pogroms am 25. März 1934 erläutert und auf aktuelle Neonazi Umtriebe im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen eingegangen wird. In den Redebeiträgen wurde das Geschehen vor 80 Jahren thematisiert und verdeutlicht, warum es auch heute noch wichtig ist gegen Nazis, Antisemitismus, Nationalismus und andere gesellschaftliche Ausgrenzungsmechanismen zu demonstrieren. Die Reaktionen der Gunzenhausener vielen sehr unterschiedlich aus. Auch wenn viele sich in kurzen Gesprächen sehr dafür aussprachen, dass dieser Teil der Stadtgeschichte sehr wichtig sei zu thematisieren, fielen bei einzelnen alt bekannte Phrasen, wie z.B. „Das ist doch schon so lange her! Das muss doch nicht mehr thematisiert werden!“

Genau aus diesem Grund ist es unserer Meinung nach wichtig, das Gedenken an das Pogrom 1934 in Gunzenhausen in den öffentlichen Raum zu tragen, um genau solchen Tendenzen entgegen zu wirken.
Denn für uns ist klar:

Kein Vergeben!
Kein Vergessen!