FNS und FN WUG stellen Aktualisierung der Internetseiten ein

Die bayerische Neonaziszene befindet sich in weiten Teilen zur Zeit in einer Umstrukturierungsphase. So verkündete am 28. April 2014 der Kamaradschaftsdachverband „Freies Netz Süd“ (FNS) und auch die Weißenburger Kamaradschaft „Freie Nationalsiten Weißenburg“ (FN WUG), die dicht mit dem FNS vernetzt sind, dass ihre Internetpräsenz nicht weiter aktualisiert wird. Die Neonazis wollen so einem Verbotsverfahren entgehen, welches auf die rechtsradikalen Zusammenhänge des FNS zukommt. Mit über 700 Beamt_innen wurden im Juli 2013 in ganz Bayern über 70 Wohnungen, Arbeitsplätze, Schließfächer usw. von Führungskadern und bekannten FNS-Aktivist_innen durchsucht. Auch Räumlichkeiten bei führenden Aktivisten der FN WUG waren davon betroffen. Allerdings ist bis heute kein Vereinsverbot gegen das FNS in Kraft getreten. Die Neonazis haben allerdings schon lange begonnen sich Strukturen zu schaffen, die von einem Verbot des FNS nicht betroffen sind. Diese Funktion übernimmt, die im September 2013 gegründete rechtradikale Partei, „Der Dritte Weg“. Die FN WUG weißen in ihrer Erklärung, dass sie die Internetseite nicht weiter aktualisieren werden, auf genau diese Partei und ihren Internetauftritt hin.

Wie sich dieser Strukturwandel, vom Kamaradschaftsnetzwerk hin zur Parteienstruktur der Neonazis, auswirkt bleibt abzuwarten. Allerdings ist für uns klar, dass auch wenn das FNS verboten wird, die Neonazis sich nicht in Luft auflösen werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich auch in Zukunft, egal ob in Bayern oder sonst irgend wo, den Nazis entschlossen entgegenzutreten.